All Is Lost (J. C. Chandor, USA 2013)

Von „Gravity“ war ich, wie hier nachzulesen, doch recht begeistert. Vielleicht etwas zu sehr, wie ich nun denke. Nachdem ich J. C. Chandors „All Is Lost“ gesehen habe, kommt mir Alfonso Cuaróns Film fast schon geschwätzig vor. Chandor erzählt seine einfache Geschichte um einen Mann in Seenot als spannendes Survival-Abenteuer und intensives Ein-Mann-Kammerspiel mit einem überragenden Robert Redford. Aber wenn man will, kann auch Anklänge an Hemingways „Der alte Mann und das Meer“ und den Sisyphos-Mythos finden, ja möglicherweise sogar zwischen den Zeilen ein prometheisches Glimmen wahrnehmen. Es ist wahrscheinlich eine Binsenweisheit, dass Kunst im Allgemeinen und Filme im Speziellen immer auch das sind, was man als Rezipient daraus macht. Für „All Is Lost“ scheint mir das sogar in besonderem Maße zu gelten. An ihm, vor allem an seinem Ende, zeigt sich die Einstellung des Zuschauers zur Welt: Happy End à la Hollywood? Christliche Erlösungs- oder technokratische Allmachtsfantasie? Oder einfach nur ein Sinnbild der Absurdität des Seins? Deine Entscheidung!

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